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Bugis und Arab Street

Die Bugis lebten ursprünglich auf den Celebes Islands, die inzwischen zu Indonesien gehören, und trieben schon im Mittelalter regen Handel mit der gesamten Region. Ihre Macht über die Seewege war beendet, als die Holländer mit ihrer Ost-Indischen Handelskompanie in Java aufkreuzten und den Handel mit Gewürzen zu dominieren begannen. Sie verlegten sich auf Malaya und ließen sich in der neu gegründeten Kolonie Singapur nieder. Von hier betrieben sie einen lebhaften Handel, der vom benachbarten Sumatra bis nach Australien reichte.

Die meisten Bugis ließen sich in Kampong Glam nieder, einem Viertel östlich des britischen Colonial Districts, in dem auch Sultan Hussein Shah von Johor (dem vorherigen „Besitzer“ von Singapur, der die Insel den Briten verkauft hatte) seine Residenz hatte und viele muslimisch-malaiische und arabische Händler lebten. Während viele Malaiien im frühen 20. Jahrhundert in andere Viertel umsiedelten, blieb Kampong Glam das Viertel, das am ehesten mit den arabischen und muslimischen Händlern assoziiert wird.

Bugis heutzutage

Die Bugis Street in Singapur, die heute noch an das geschäftstüchtige Volk erinnert, war in den 50er Jahren weit über Singapur hinaus als Rotlichtviertel bekannt, in dem vor allem fantastisch aufgebretzelte Transvestiten eine Attraktion für sich waren. Mit dem Bau der MRT-Haltestelle Bugis an der Bugis Junction ging eine gründliche Umgestaltung der Straße einher und mit dem Rotlichtviertel war es vorbei. Stattdessen ist die Straße inzwischen eine populäre Einkaufsstraße mit Straßenhändlern, die sich in engen Gassen drängen und einem klimatisierten Shopping Mall.

Arab Street

Die benachbarte Arab Street verströmt heute noch einen Hauch des Mittleren Osten, in der verschleierte Frauen einkaufen gehen und Männer Gebetsteppiche und gehäkelte Kappen kaufen. Ein besonders schöner Teil der Arab Street ist die Fußgängerzone Bussorah Pedestrian Mall an der Masjid Sultan mit ihren restaurierten Shophouses, in die heute viele Bars, Restaurants und kleine Läden eingezogen sind. Die Sultan Moschee selbst steht nur muslimischen Gläubigen offen. Neugierige Touristen können vom Vorraum aus einen Blick in das Gotteshaus werfen.

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Malay Heritage Center

Der ehemalige Palast des Sultans von Johor (Istana Kampong Glam) liegt in der Nähe der Sultan Moschee und ebenfalls auf der Arab Street. Dieser wurde 2004 gründlich renoviert und zum Malay Heritage Center umgestaltet. Das Museum informiert umfassend über die Geschichte der malaiischen Kultur von Singapur von den ersten Fischerdörfern im Mittelalter über die Gründung der britischen Kolonie bis heute. Auch den Bugis sind mehrere Ausstellungsstücke gewidmet, darunter die Nachbildung eines traditionellen Bootes (prahu genannt) mit dem sie früher ihren Handel trieben.

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