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Tempel und andere religiöse Gebäude in Singapur

Das multikulturelle Singapur ist ein hervorragender Ort, um sich mit verschiedenen Religionen zu beschäftigen. Auf engem Raum drängen sich Tempel, Kirchen und Moscheen unterschiedlichster Glaubensrichtungen, darunter die mächtige angelikanische St. Andrew’s Cathedral aus dem Jahr 1856, die katholische St. Joseph’s Church von 1912 und die schöne armenische Kirche aus dem Jahr 1835, die älteste der christlichen Kirchen von Singapur.

Die kleine jüdische Gemeinde von Singapur trifft sich in der Maghain Aboth Synagoge, die zugleich die älteste jüdische Synagoge in Südostasien ist und einen reizvollen Mix aus jüdischer, viktorianischer und kolonialer Architektur im Herzen der Stadt darstellt.

Von den Moscheen in Singapur ist die prächtige Sultan Moschee (Masjid Sultan) in Kampong Glam die mit Abstand bekannteste und meistbesuchte – aber längst nicht die einzige. Die älteste Moschee des Landes ist die Omar Kampong Melaka Moschee in der Keng Cheow Street von 1820, während die Abdul Gaffoor Moschee in Little India 1907 einen älteren Bau ersetzte. Von großer Bedeutung ist auch die Jamae Moschee in Chinatown, die 1826 von tamilischen Muslimen, den sogenannten Chulias, errichtet wurde und gleich neben dem tamilischen Sri Mariamman-Tempel steht.

Indische und tamilische Gebäude

Die farbenfrohen Hindu-Tempel mit ihren Gopurams sind bei westlichen Besuchern beliebte Foto-Motive. Die Gopurams, kleine Türme über dem Tempeleingang, die von dutzenden bunt bemalten Figuren aus dem Pantheon der hinduistischen Götter geschmückt werden, sind ein typisches Merkmal der dravidischen (südindischen) Kultur, die von den tamilischen Auswanderern mit ins Land gebracht wurde. Der Sri Mariamman-Tempel in Chinatown ist das bekannteste, älteste und größte Hindu-Gebäude dieser Art in Singapur und stammt aus dem Jahr 1863. Ein weiteres bekanntes Gebäude in diesem Stil ist der Sri Srinivasa Perumal-Tempel in Little India, dessen 20 Meter hoher Gopuram jedoch erst 1966 hinzugefügt wurde.

Sehr aufwändige Verzierungen auf einem Hindu Tempel in Singapur
Sehr aufwändige Verzierungen auf einem Hindu Tempel in Singapur

Die nordindischen Hindus treffen sich im Sri Lakshminarayan- und die Tamilen aus Sri Lanka im Sri Senpaga Vinayagar-Tempel in der Ceylon Road, der im 19. Jahrhundert von den Cholas errichtet wurde.

Buddhistische und Taoistische Tempel in Singapur

Bei den Chinesen verlaufen die Grenzen zwischen Taoismus und Buddhismus eher fließend. So ist der wunderschöne Thian Hock Keng-Tempel zunächst einmal der taoistischen Göttin des Meeres und Schutzpatronin der Seefahrer, Mat-Su gewidmet, doch auf dem Tempelgelände wird auch der buddhistischen Göttin der Nächstenliebe, Guan-Yin, gehuldigt.

Zwei weitere absolut sehenswerte chinesische Orte sind der Lian Shang Shuang Lin-Tempel in Toa Payoh, den der aus Fujian stammende Geschäftsmann Low Kim Pong Ende des 19. Jahrhunderts errichten ließ, und der Hong San See-Tempel in Tanjong Pagar, der dem Gott des Glückes, Guang Ze Zun Wang geweiht ist – und der seinen Tempel ebenfalls mit Guan-Yin und Buddha teilt.

Ein „echter“ buddhistischer Tempel ist der Sakya Muni Buddha Gaya-, auch als „Tempel der 1.000 Lichter“ bekannt. Im thailändischen Stil errichtet, wird er von einer 15 Meter hohen Buddha-Statue dominiert.

Blick auf einen chinesischen Tempel in Chinatown bei Nacht
Blick auf einen chinesischen Tempel in Chinatown bei Nacht

Der beeindruckende Buddha Tooth Relic Temple im Herzen von Chinatown wurde im Stil der Tang-Dynastie (6. bis 9. Jh.n.Chr.) errichtet, ist jedoch trotz seines mittelalterlichen Aussehens einer der jüngsten Tempelanlagen des Landes, der erst 2005 eröffnet wurde. Sein größter Schatz ist ein Zahn des Buddhas, der in einer mächtigen goldenen Stupa aufbewahrt wird.

Weitere interessante Tempelanlagen sind der Wat Ananda Metyarama Thai Buddhist Temple, der älteste Theravada-Buddhismus-Tempel in Singapur, und der Burmesische Tempel, der eine grandiose Buddha-Statue aus weißem Marmor beherbergt. Seit 2001 gibt es in Singapur auch eine tibetanischen Tempelanlage, Thekchen Choling in der Beatty Lane. Besucher können hier eine beeindruckende Auswahl an Gebetsmühlen sehen und sich kostenlos mit Hilfe der traditionellen chinesischen Medizin kurieren lassen.

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Hier gelangen Sie zur Übersicht der weiteren Highlights von Singapur.

Für Tipps und Hinweise bei einer Reise nach Singapur sollten Sie diesem Link folgen.

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