Clarke Quay

Heute sind die restaurierten Warenhäuser am Clarke Quay einer der größten Touristenmagneten von Singapur, die vor allem in den kühleren Abendstunden zahllose Besucher zum Shopping, zum Dinner oder einfach auf einen köstlichen Cocktail anlocken, ehe in den Nachtclubs bis zum Morgengrauen getanzt wird. Damit knüpft Clarke Quay an die große Vergangenheit an, als die Warenhäuser das Zentrum des Handels waren, in denen fast rund um die Uhr gearbeitet wurde.

Die Geschichte des Clarke Quay

Nach der Gründung des Handelspostens im frühen 19. Jahrhundert wurden bald Warenhäuser entlang des Singapore Rivers errichtet, in denen die örtlichen Händler ihre Güter lagerten und auf die ankommenden Schiffe umluden. Die großen Segelschiffe der Zeit, und später die Dampfschiffe, machten am Boat Quay direkt an der Flussmündung fest, von wo kleinere Boote die Güter zu den Warenhäusern am Clarke Quay transportierten. Jahrzehntelang spielte sich das Leben der Stadt in diesem Bereich ab, während am rechten Ufer die Briten in ihren kolonialen Villen residierten und die nach Singapur geholten Chinesen ihre eigene Siedlung Chinatown am linken Ufer unterhielten.

Der Name geht auf Sir Andrew Clarke zurück, der zwar nur zwei Jahre von November 1873 bis May 1875 als Gouverneur der Straits Settlements im Amt war, aber in dieser Zeit den Vertrag von Pangkor abschloss, der die Malaiischen Staaten (einschließlich Singapur) indirekt der britischen Krone unterstellte und die Entwicklung Singapurs zum wichtigsten Handelsposten an der Straße von Melaka vorantrieb.

Das Chinesische Laternenfest erstrahlt Clarke Quay nur noch einmal stärker
Das Chinesische Laternenfest erstrahlt Clarke Quay nur noch einmal stärker

Niedergang und Neuanfang

Mit dem Aufkommen des modernen Welthandels nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Mündung des Singapore Rivers allmählich zu klein für die neuen, riesigen Frachtschiffe. Die Regierung von Singapur beschloss, einen neuen Containerhafen zu bauen, dem in Pasir Panjang mehrere malaiische Fischerdörfer geopfert wurden. Heute erstreckt sich der Hafen von Singapur über mehrere Kilometer von Sentosa bis zur malaysischen Grenze an der Johor Strait.

Das heruntergekommene Hafengebiet am Fluss wurde von 1977 bis 1987 komplett restauriert, wobei einige klugen Köpfe den historischen Wert der alten Warenhäuser erkannten und sich für ihren Erhalt einsetzten. So blieb dieses Viertel als einer der historischen Orte des alten Singapur erhalten – wenn auch in reichlich verkitschter Form.

So siedelten sich nicht nur Bars, Restaurants und Nachtclubs hier an, sondern auch die amerikanische Tittybar-Kette Hooters, die Tang Music Box für alle Karaoke-Fans, ein Reverse Bungee und die unvermeidlichen Shopping Malls, darunter der neue Flagship Store von G.O.D. aus Hong Kong. Einen Bummel ist Clarke Quay dennoch auf jeden Fall wert.

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