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Tanjong Pagar

Nur die Neil Street trennt Chinatown vom ebenfalls historischen Stadtviertel Tanjong Pagar, das sich in den letzten Jahren zum „In-Viertel“ von Singapur entwickelt hat. Wo früher chinesische Kulis und indische Einwanderer im Hafen schufteten, haben heute Start-Ups und High-Tech-Firmen ihre Geschäftssitze im Schatten der Wolkenkratzer des Central Business Districts.

Tanjong Pagar heute

Auch wenn sich einige wohlhabende chinesische und arabische Händler im Viertel ansiedelten, blieb es doch bis lange nach dem Zweiten Weltkrieg ein einfaches Hafenviertel und zugleich ein Sündenpfuhl mit Opiumhöhlen und Bordellen. Erst in den 80er Jahren wurde von der Regierung eine groß angelegte Generalüberholung des Viertels begonnen, während der viele historische Shophouses restauriert wurden.

In den letzten Jahren zogen viele junge Internet-Start Ups und Medienfirmen hierher und machten aus den Straßenzügen ein typisches Hipster-Viertel mit trendy Boutiquen und Coffee Shops wie Drury Lane. Authentischer geht es im Maxwell Food Centre und in der Tanjong Pagar Plaza mit ihren vielen asiatischen Garküchen zu.

Die Sehenswürdigkeiten des Viertels

Wie das benachbarte Chinatown sollten die schönen historischen Viertel-Straßen am besten bei einem Spaziergang erkundet werden. Nennenswerte Sehenswürdigkeiten gibt es hier kaum. Von historischem Interesse ist die Tanjong Pagar Railway Station im schönen Art Deco-Stil, an der noch bis 2011 die Züge aus Malaysia ankamen. Mittlerweile wurde der einzige echte Bahnhof von Singapur an den Woodlands Train Checkpoint im Norden verlegt. Derzeit wird der alte Bahnhof nur ab und zu für Events genutzt, doch die Regierung überlegt die Umgestaltung zum Singapore Railway Museum.

Gleich nebenan lohnt der indische Sri Manmatha Karunya Eswarer Temple an der Cantonment Road einen nähren Blick. Der heutige Tempel ersetzte im Jahr 1987 einen alten Holztempel, in dem die indischen Hafenarbeiter zu ihren Göttern beten konnten. Abends bietet das Telok Ayer Performing Arts Centre ein umfangreiches kulturelles Angebot.

Von Hafenarbeitern zu Hipstern in Singapur

Im 19. Jahrhundert lag das heutige Viertel Tanjong Pagar direkt am Meer. Der malaiische Begriff Tanjong Pagar bedeutet in etwa so viel wie „Kap der Stelzen“ und weist auf die damals üblichen Kelongs hin, eine aus Holzstangen und Netzen konstruierte Falle, die den Fischern des nahen Tanjong Malang das Leben erleichterte. Als Mitte des 19. Jahrhunderts der internationale Seehandel in Singapur blühte, wurden die alten Kalongs weitgehend durch Landungsbrücken und Anleger für die Schiffe verdrängt. Die umliegenden Mangrovensümpfe wurden mit Erde gefüllt um aus ihnen bebaubare Fläche zu machen.

Die Docks und Landungsbrücken boten zahllosen chinesischen und indischen Einwanderern Arbeit im Hafen und in der Folge entstand die erste moderne Hafensiedlung. Auch die Rickshaw-Fahrer siedelten sich hier an um Passagiere zwischen dem Hafen und der kolonialen Innenstadt zu transportieren. An sie erinnert noch heute die Jinrikisha Station von 1896 an der Ecke der Tanjong Pagar Road und der Neil Road, die heute Büros, Läden und Restaurants beherbergt.

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