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Bukit Timah Nature Reserve

Wer heute nach Singapur kommt, kann sich kaum noch vorstellen, dass die gesamte Insel vor 200 Jahren von tropischem Regenwald bedeckt war und nur einige kleine Siedlungen existierten. Durch den Boom der Kolonie wurden die meisten Wälder im 19. Jahrhundert nach und nach abgeholzt – lediglich drei Gebiete, darunter das Gebiet um den 163 Meter hohen Bukit Timah, blieben verschont und wurden 1937 zum Reservat erklärt. Heute ist dieses Reservat das letzte noch verliebene Stück authentischer Regenwald in Singapur.

Der Hügel Bukit Timah

Besonders beeindruckend ist die Höhe von 163 Metern zwar nicht, doch es genügt, um als höchster Punkt von Singapur zu gelten. Der Name Bukit Timah („Zinn Hügel“) ist jedoch irreführend, denn Zinn wurde hier nie gefunden. Eine Vermutung lautet, dass die malaiischen Einwohner den Hügel so nannten, da an seinen Flanken zahllose Temak-Bäume wuchsen, und die Engländer mit Watte in den Ohren „Timah“ verstanden.

Schon 1843 wurde eine Straße angelegt, die aus der Kolonie Richtung Norden zur Anhöhe führte und es den schwitzenden Briten erlaubte, einige Stunden in der etwas kühleren Luft am Gipfel zu verbringen. Die Straße wurde bereits 1845 bis Kranji an der Nordküste von Singapur weitergeführt und auch heute noch ist die „Bukit Timah Road“ mit 25 Kilometern die längste durchgängige Straße von Singapur. Immerhin muss heute niemand mehr Tiger fürchten, die allein im Jahr 1860 rund 200 Menschen auf dem Plantagen entlang der Straße zur Beute machten.

Im Zweiten Weltkrieg lieferten die Briten auf dem Hügel Bukit Timah das letzte Gefecht gegen die von Norden anrückenden Japaner – sie hatten hier ihre Munition und auch Nahrungsvorräte gelagert. Mit dem Verlust des Hügels war auch Singapur verloren. Heute erinnern japanische und britische Soldatenfriedhöfe an die Schlacht.

Der grüne Hügel ist heute zu einer der gefragtesten und teuersten Wohngegenden von Singapur geworden, an dessen Hängen luxuriöse Villen, Bungalows und Appartmentkomplexe errichtet wurden.

Das Bukit Tima Reserve in Singapur
Das Bukit Tima Reserve in Singapur bietet dem Besucher wirklich traumhafte Einblicke in einen Regenwald

Das „Nature Reserve“

Wie alles in Singapur ist auch dieses „Nature Reserve“ streng reguliert. Besucher haben die Wahl zwischen vier verschiedenen Wanderwegen, von denen drei (grün, gelb und rot markiert) bis zum Gipfel führen. Der blaue Wanderweg führt lediglich zur Hindhede Quarry, einem alten Steinbruch, der heute ein romantischer See ist.

Alle Wege führen durch den tropischen Regenwald mit seiner üppigen Vegetation, die vielen Tieren einen Rückzugsort im vollgebauten Stadtstaat bietet. Fast immer tauchen vorwitzige Affen auf, während exotische bunte Vögel in den Bäumen singen. Auch sogenannte Schuppentiere, die aussehen als hätte ein Nasenbär eine Affäre mit eine Echse gehabt, sind häufig zu sehen. Hinweisschilder an den Wanderwegen erklären die Flora und Fauna des Regenwaldes ausführlicher.

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Der Eco-Link zur Central Catchment Nature Reserve

Der mehrspurige Bukit Timah Expressway trennt seit Jahren die Bukit Timah Nature Reserve von der benachbarten Central Catchment Nature Reserve. 2013 wurde ein sogenannter „Eco-Link“ eingeweiht, eine begrünte und mit Bäumen bepflanzte Brücke, die es den Wildtieren ermöglichen soll, von einem Naturpark zum anderen zu gelangen. Der Eco-Link ist allgemein nicht für Menschen zugänglich, da die Tiere hier ganz in Ruhe unterwegs sein sollen, es werden jedoch in unregelmäßigen Abständen Führungen angeboten.

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